Immobilien-Kennzahlen berechnen: der komplette Leitfaden
Immobilien-Kennzahlen sind die Zahlen, mit denen du eine Kapitalanlage-Immobilie in Sekunden bewertest: Bruttorendite, Nettomietrendite, Cashflow, Eigenkapitalrendite (ROE), Beleihungsauslauf (LTV) und AfA. Dieser Leitfaden erklärt jede Kennzahl in einem Satz, zeigt die Formel und verlinkt auf den vertiefenden Artikel — rechnen kannst du alles direkt im kostenlosen Rechner auf der Startseite.
Die 6 Kennzahlen, die wirklich zählen
Bruttomietrendite = Jahresnettokaltmiete ÷ Kaufpreis. Die schnellste Grobeinordnung — ignoriert aber Kosten und Finanzierung.
Nettomietrendite = (Jahresmiete − nicht umlagefähige Kosten) ÷ Gesamtkosten. Näher an der Wahrheit, weil Bewirtschaftung und Kaufnebenkosten drinstecken.
Cashflow = was nach Zins, Tilgung und Kosten monatlich übrig bleibt. Positiv = die Immobilie trägt sich selbst.
Eigenkapitalrendite (ROE) = (Cashflow nach Steuern + Tilgung) ÷ eingesetztes Eigenkapital. Misst die Verzinsung deines eigenen Geldes inklusive Hebel-Effekt.
Beleihungsauslauf (LTV) = Darlehen ÷ Kaufpreis. Entscheidet über deine Zinskondition und deinen Risikopuffer.
AfA = jährliche Abschreibung des Gebäudewerts. Senkt die Steuer, ohne dass Geld abfließt — und verbessert so den Cashflow nach Steuern.
Warum die Bruttorendite allein in die Irre führt
Die Bruttorendite lässt sich in fünf Sekunden im Kopf rechnen — genau das macht sie so beliebt und so gefährlich. Sie sagt nichts über Kaufnebenkosten, nicht umlagefähige Bewirtschaftung, Finanzierung oder Steuern.
Zwei Objekte mit identischer Bruttorendite können völlig unterschiedliche Cashflows haben, sobald Hausgeld, Zins und Tilgung dazukommen. Deshalb solltest du jede Kennzahl im Zusammenspiel betrachten — der Rechner macht genau das in einem Durchgang.
So gehst du bei einer Ankaufsprüfung vor
1. Grobfilter mit der Bruttorendite: passt die Größenordnung überhaupt zur Lage?
2. Vollrechnung: Kaufnebenkosten, Hausgeld (umlagefähig/nicht umlagefähig), Zins, Tilgung und AfA eintragen — daraus fallen Nettomietrendite, Cashflow vor und nach Steuern, ROE und LTV.
3. Stresstest: Was passiert bei höherem Anschlusszins oder Leerstand? Erst wenn die Zahl auch im Stress trägt, ist der Deal robust.
Alle drei Schritte deckt der kostenlose Rechner auf der Startseite ab — ohne Anmeldung, die Werte bleiben in deinem Browser.
Häufige Fragen
Welche Kennzahl ist bei Immobilien am wichtigsten?
Es gibt keine einzelne wichtigste Kennzahl. Für die schnelle Vorauswahl nutzt du die Bruttomietrendite, für die tatsächliche Wirtschaftlichkeit den Cashflow nach Steuern und für die Verzinsung deines Eigenkapitals die Eigenkapitalrendite (ROE). Erst das Zusammenspiel ergibt ein belastbares Bild.
Was ist eine gute Bruttorendite bei einer Immobilie?
Das hängt stark von der Lage ab: In gefragten Großstädten sind 3–4 % üblich, in B- und C-Lagen eher 5–7 % und mehr. Eine hohe Bruttorendite bedeutet nicht automatisch einen guten Cashflow — höhere Renditen gehen oft mit höherem Leerstand- oder Instandhaltungsrisiko einher.
Wie berechne ich alle Kennzahlen auf einmal?
Trage Kaufpreis, Miete, Kaufnebenkosten, Hausgeld sowie Zins und Tilgung in den kostenlosen Rechner auf der Startseite ein. Er berechnet Bruttorendite, Nettomietrendite, Cashflow vor und nach Steuern, Eigenkapitalrendite und Beleihungsauslauf gleichzeitig — ohne Anmeldung.
Alle Kennzahlen im Detail
Vertiefende Artikel zu jeder Kennzahl — jeweils mit Formel, Beispiel und direktem Weg in den kostenlosen Rechner.
Alle Kennzahlen auf einmal berechnen
Trage Kaufpreis, Miete, Kosten und Finanzierung ein — der kostenlose Rechner liefert Bruttorendite, Nettomietrendite, Cashflow vor und nach Steuern, Eigenkapitalrendite und LTV in einem Durchgang, ohne Anmeldung.
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